5 Fragen an Dr. Michael Stoermer, CEO von Burger Edelmetalle

Dr. Michael Stoermer ist CEO der Dr. Bernhard Burger AG, einem Unternehmen, das sich auf das Recycling von Edelmetallen spezialisiert hat und Berater für Gold- und Silberschmiede, Juweliere, Pfandleiher und Altgoldankäufer ist.

Als Vorstandsvorsitzender spielt das Thema „Marke“ für ihn insbesondere aus der B2B-Perspektive eine wichtige Rolle, wodurch er auf die Brand University aufmerksam wurde. Zunächst für seinen Sohn, der ein Brand Management Bachelorstudium aufnahm. Daraus ergaben sich weitere Verknüpfungen zwischen Burger Edelmetalle und der BU: Es folgte ein gemeinsames Praxisprojekt im Master, außerdem stellte Stoermer eine Masterabsolventin als Marketingleitung ein.

Im Interview bringt Dr. Michael Stoermer auf den Punkt, was ihn an der Brand University überzeugt – als Unternehmer, Arbeitgeber und Vater.

Brand University: Herr Dr. Stoermer, an der BU legen wir den Fokus auf das Thema „Marke“. Warum schreiben Sie als Unternehmer im B2B-Bereich der Marke eine ebenso große Bedeutung zu?

Dr. Michael Stoermer: Ob Konsumgüterkonzern oder mittelständisches B2B-Unternehmen: Wir sprechen mit Menschen, die sich für ihre Vorteile interessieren. Der Schmelzpunkt von Gold ist auf der ganzen Welt und bei allen Wettbewerbern derselbe. Wir müssen uns also abheben, damit sich potenzielle Kunden für eine Zusammenarbeit mit Burger entscheiden. Wir positionieren das Unternehmen deshalb gezielt als Marke, um den entscheidenden Mehrwert zu schaffen: Der Partner zu sein, der sich zuverlässig um Leistungs- und Serviceanliegen kümmert.
Außerdem haben sich im Zuge der Digitalisierung die Kontaktpunkte zwischen Kunden und Unternehmen vervielfacht. Schnell fällen Kunden ein Urteil, ob ein Produkt oder ein Unternehmen gut oder schlecht ist. Egal ob sie digital oder analog mit uns in Berührung kommen, durch die Marke schaffen wir an jedem Touchpoint ein stringentes Auftreten. So können wir Anknüpfungspunkte finden und Kunden in ihrem Anliegen wertschätzen und entgegenkommen. Weg von einer verkäuferischen Position, hin zu einem Servicegedanken. Die Markenführung bestimmt bei uns, wie der Dialog stattfindet.

BU: Nutzen Sie die Marke als unternehmerisches Steuerungsinstrument?

MS: Ja! Jeder Gedanke ist im Markenmanagement verankert. Wir überlegen nicht aus der hohlen Hand, was wir brauchen – und erst am Ende, ob das auch zur Marke passt. Der gesamte Prozess, z. B. beim Kauf einer Maschine, basiert auf der Frage: Bringt deren Funktion einen Mehrwert für den Kunden und stärkt damit unsere Marktposition.

BU: Ihre Marketingleiterin, Larissa Böhm, wurde an der Brand University ausgebildet. Welche Qualitäten bringt sie mit?

MS: Wissen Sie, was ich als Vorstand in einer Bewerbung lesen möchte? „Ich bin ein Absolvent, dem Erprobtes vertraut, und der neugierig auf Neues ist. Ich nähere mich eigeninitiativ und strukturiert von verschiedenen Perspektiven einem Problem – und löse es.“ Das geben Sie Ihren Studierenden an der BU mit auf den Weg – für mich der entscheidende Anstellungsgrund.
Frau Böhm hat gesehen, dass das, was sie gelernt hat, bei uns gebraucht wird. Sie bringt ihr Hintergrundwissen und erste Kundenerfahrungen aus dem Studium mit ein, bleibt bei Innovationen auf dem Laufenden, verknüpft die Enden und macht praktikable Vorschläge. Entscheidend hinzu kommt ihre Kundenzentrierung und Kreativität. Das macht sie zu einem wachen Menschen mit frischen Ideen. Genau solche Mitarbeiter brauche ich!

BU: Die Brand University nutzt die Anwendungen der Wirtschaft, wir haben einen hohen Digitalisierungsgrad. Ist das relevant?

MS: Mit Frau Böhm habe ich eine Absolventin eingestellt, die top vorbereitet für die Praxis aus dem Studium kam. Dabei geht es nicht unbedingt um aktuelle Anwendungen, sondern vielmehr darum, keine Hemmschwelle zu haben, Neues als Teil des Jobs zu sehen. Diese Motivation ist wichtig: An der Brand University machen Sie Ihren Absolventen klar, dass sie nicht wegen ihrer PowerPoint-Kenntnisse angestellt werden, sondern geben ihnen die richtige Herangehensweise an moderne Herausforderungen mit auf den Weg, mit denen sie sich später laufend zurechtfinden.

BU: Ihr Sohn studiert Brand Management. Warum investieren Sie für seine Zukunft in ein Studium an der Brand University?

MS: Als Unternehmer ist mir der Stellenwert des Themas Marke bewusst. Dieses Erfolgs-rezept möchte ich als Vater ebenfalls weitergeben. Nach dem Abitur meines Sohnes stellte sich die Frage: Universität oder Fachhochschule? An der Uni ist akademische Forschung entscheidend, doch der Praxisbezug ist weniger verankert. Als Unternehmer glaube ich an die Verknüpfung von beidem: fundierte Expertise und Anwendungsorientierung. An der BU bringen Sie den Studierenden bei, sich in diesem Spektrum zurechtzufinden und kreativ nach Lösungen zu suchen.
Dann stellt sich die Frage, wie sich der Praxisbezug äußert. Sie bieten zahlreiche Projekte mit renommierten, innovativen Unternehmen an, es gibt hochrangige öffentliche Gastvorträge und Impulsredner in den Vorlesungen. Die Professoren und Dozenten sind erstklassige Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft. Das heißt, die Studierenden proben schon im Studium den ersten Umgang mit Kunden, sogar auf Vorstandsebene, und kennen die aktuellen Fragestellungen der Wirtschaft. Das sind absolute Vorteile auf der Karriereleiter.
Sie bringen die jungen Leute voran! Ich sehe bei meinem Sohn, wie hart die Studierenden arbeiten, unter dem Druck, dem sie auch beim späteren Arbeitgeber ausgesetzt sind. Bei Ihrer Absolventin sehe ich, dass sie immer top vorbereitet ist. Selbstverständlich ist sie vor Präsentationen, in die sie viel Arbeit investiert hat, aufgeregt – liefert aber auf den Punkt ab. Dann frage ich mich oft: Hat sie genau das Thema schon ein-, zwei Mal bearbeitet? Hat sie nicht, aber sie ist sattelfest in der Herangehensweise.
Die Brand University bildet Absolventen aus, die im Unternehmen sofort Performance bringen, nicht erst in drei Monaten oder Jahren. Das ist das, was Sie Ihren Studierenden mitgeben. Hohes Kompliment – weiterverfolgen!

BU: Herzlichen Dank, Herr Dr. Stoermer, für den Einblick in Ihre drei Perspektiven auf die Brand University, als Unternehmer, Arbeitgeber und Vater.