Spotlight On: Thorge Wandrei – Brand Design Alumnus

Thorge Wandrei

Graduierung
September 2019

Studiengang
Brand Design B.A. (Digital Design)

Titel der Abschlussarbeit
Branded Education – Konzept einer Blended Learning- und Organisationsplattform im universitären Kontext.


Hallo Thorge, was hast Du seit Deinem Abschluss gemacht?
Seit meiner Graduierung im September 2019 arbeite ich seit nun mehr als 2 Jahren bei Jung von Matt TECH am Standort Hamburg. Wir bewegen uns im JvM Kosmos weniger im klassischen Geschäftsfeld „Werbung & Kommunikation“, sondern sind auf die Entwicklung digitaler Produkte und Markenauftritte im Bereich Web, App und Plattform spezialisiert. Wir arbeiten für diverse namenhafte, nationale und internationale Marken. Dementsprechend spannend und vielfältig ist auch meine Arbeit.

Wie bist Du zu Jung von Matt TECH gekommen?
Schon während meines Studiums an der BU wurde ich immer wieder auf die ausgeprägte kreative Exzellenz Jung von Matts aufmerksam und setzte mir zum Ziel später selbst bei der kreativen Elite der deutschen Werbeagenturen arbeiten zu wollen. Dank der hervorragenden Beziehungen der BU bekam ich den Kontakt zu der Agentur und bekam mit einem Bewerbungsgespräch den Fuß in die Tür.
Während meines Abschlusssemesters absolvierte ich also ein mehrmonatiges Praktikum bei JvM. Von Tag Eins an fühlte ich mich sehr wohl in dem spannenden kulturellen Umfeld und verlängerte voller Elan mein Praktikum um meine Semesterferien. Ein Einsatz, der sich später auszahlen sollte, da ich bereits während meines Praktikums einen Übernahmevertrag als Junior für die Zeit nach meinem Bachelor unterschreiben konnte.

Was sind dort Deine Aufgaben?
Ingesamt habe ich bisher zwei Stufen der Karriereleiter bei Jung von Matt erklommen und arbeite seit einigen Monaten in der Kreation als Product Designer. Mein Jobtitel spiegelt meine/unsere Passion für digitale Produkte wider und deckt sich mit meiner Auffassung von modernem, nutzerzentrischem Design: Ein Produkt steht nicht immer physisch im Regal. Spätestens im Jahr 2021, in der zweiten Halbzeit der weltweiten Corona-Pandemie, haben viele Unternehmen und Nutzer erkannt, wie essenziell wichtig durchdachte digitale Lösungen für ihren Erfolg sind.
Parallel zu meinem Job als Designer engagiere ich mich leidenschaftlich im Jungrat der Jung von Matt AG. Als Institution auf Partnerebene gestalten wir in-house die Agentur von Morgen und treiben den kulturellen Wandel aktiv voran. Mein persönlicher Aufgabenbereich ist das Thema „New Work“ – also wie muss ein Agenturjob bei JvM im Jahre 2021 und folgende aussehen, um den Anforderungen der Zeit und der Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden?

Was ist das Beste an Deinem Job?
Ich schätze besonders meinen persönlichen Entfaltungsspielraum, den die Agentur mir einräumt. Ich war von klein auf ein Mensch, der aufgeschlossen gegenüber neuen Themen ist. Meine intrinsische Neugierde treibt meine Motivation an, ständig neues Wissen aufzunehmen oder neue Fertigkeiten zu erlernen, die auch gerne abseits meiner eigentlichen Tätigkeit liegen. Bei der TECH umfasst mein Aufgabengebiet deswegen längst nicht mehr nur Product Design. Dank der interdisziplinären, engen Zusammenarbeit mit unseren Entwicklern habe ich meine Leidenschaft für Schnittstellen- und Webentwicklung entdeckt. Das Gefühl nach dem Abschließen des Design-Prozesses auch selbst die technische Umsetzung mitverantworten zu dürfen, ist ein sehr erfüllendes Gefühl.

Was fällt Dir als Erstes ein, wenn Du an die BU zurückdenkst?
Eindeutig die individuelle Betreuung durch die Dozenten und Professoren. An der BU ist man nicht bloß eine Matrikelnummer, sondern vielmehr ein Studierender, dem auf Augenhöhe begegnet wird. Fragen aller Art wurden stets gewissenhaft beantwortet und Hilfestellungen geboten, wo diese nötig waren. Das unkomplizierte Abpassen auf dem Flur und das persönliche Du im Gespräch mit den Lehrenden sind für mich die USP‘s.

Warum hattest Du Dich für die BU entschieden?
Ich hatte mir nach meinem Abitur vorgenommen, eine sorgfältige Auswahl der darauffolgenden Stationen in meinem Leben zu treffen. Ein praxisnahes Studium, mit Experten aus der Branche, schien mir der passende Weg, um gut auf das Berufsleben vorbereitet zu sein. Ich wollte nicht an meinem ersten Arbeitstag damit konfrontiert werden, dass ich die vergangenen Jahre im Studium nur theoretisch gefachsimpelt, sondern tatsächlich einen realistischen Eindruck in meinen zukünftigen Arbeitsalltag bekommen hatte.

Wusstest Du schon vor dem Studium, was Du werden willst? Wie hat die BU Deinen Berufswunsch geprägt?
Als Design für mich als Studienrichtung feststand, wusste ich initial nur, dass ich auf jeden Fall etwas in die digitale Richtung machen möchte. Mir war damals schon klar, dass die Zukunft „digital-only“ sein wird und ich an dem entscheidenden Punkt, wo ich zwischen Kommunikationsdesign oder Digital Design wählen muss, definitiv richtig abbiegen sollte. Seit dem Studium bin ich auf jeden Fall ein kleiner Marken-Nerd und frage mich beim Einkaufen, ob die Marke wohl eine Produkt- oder Dachmarkenstrategie verfolgt. Fun Fact: Ich kann auch überhaupt nicht zeichnen, sondern fühle mich in meinen digitalen Tools viel wohler.

Welche Erfahrung ist Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben?
Zusammen mit einer Handvoll anderer Kommilitonen aus den Studiengängen Brand Management und Brand Design durfte ich Pionierarbeit leisten. Im Rahmen einer mehrwöchigen Studienreise nach China legten wir den Grundstein für eine neue, internationale Partnerschaft mit der Zhejiang Wanli Universität in Ningbo. Ich erwische mich heute noch dabei, wie ich mir Fotos von damals ansehe und kann es nur jedem Studierenden der BU nur ans Herz legen, die Chance auf einen Auslandsaufenthalt abseits des Mainstreams und das Netzwerk der Universität zu nutzen. Das Entwickeln einer interkulturellen Kompetenz ist in der heutigen Zeit unabdingbar, um sich in der dynamischen und internationalen Markenwelt zurechtzufinden.

Was rätst Du Studierenden, damit der Sprung in den Beruf direkt nach dem Studium klappt?
TLDR: “Hard work pays off”. Natürlich ist es immer hilfreich rechtzeitig mit Networking und Sichtbarkeit auf LinkedIn anzufangen. Aber ich glaube, dass man früher ansetzen kann: Strukturiert euren Alltag, seid fleißig, holt das bestmögliche aus eurem Studium raus und feiert auch mal hart! Und wenn ich etwas über die Jahre gelernt habe, dann ist es: „Seid unzufrieden mit eurer Arbeit“. Am Ende des Tages ist das Output immer besser und dementsprechend auch eure Punktzahlen. Das kann das Zünglein an der Waage sein, wenn eure Bewerbungsmappe neben anderen auf dem Tisch liegt.

Was hast Du in Zukunft vor?
Die letzten zwei Jahre Agentur haben mich geprägt und mir viel Expertise und Handwerkszeug mitgegeben. It was a blast! Jetzt wird es Zeit für einen Tapetenwechsel. Deswegen wechsele ich in naher Zukunft von der großen Werbeagentur in ein aufstrebendes Startup und entwickle dort ein dediziertes, digitales Produkt für den internationalen Markt.

Hamburg ist für mich…
… seit nun mehr als 5 Jahren meine Wahlheimat. Schon damals, als ich zum Studium von der Ostseeküste nach Hamburg gezogen bin, war mir die Nähe zum Meer und die Verbundenheit zum Norden Deutschlands sehr wichtig. Denn so gerne ich auch süddeutsches Bier mag, der Norden bleibt meine Heimat.

Wo trifft man Dich an, wenn Du nicht im Büro bist?
Die Tage unter der Woche gehören aus freien Stücken ganz der Arbeit. Ein gesunder Mix aus Sport, Wellness, Bier an der Alster, Kurztrips, Lesen, kilometerlange Spaziergänge und Quality Time mit meinen Liebsten tut sein Übriges.