Spotlight On: Jan Glanzmann – Alumnus Brand Management

Jan Glanzmann

Graduierung
April 2018

Studiengang
Brand Management B.A.

Titel der Abschlussarbeit
Erfolgsfaktoren von Markenkooperationen – Ein praxisorientieres Modell zur erfolgreichen Entwicklung und Durchführung von Kooperationen.


Hallo Jan, was hast Du seit Deinem Abschluss gemacht?
Nach meinem Abschluss im Frühjahr 2018 bin ich direkt bei der globalen Markenberatung Interbrand als Junior Strategy Consultant eingestiegen. Dort hatte ich bereits während meiner Bachelor-Arbeit an der BU ein sechsmonatiges Praktikum absolviert. Somit war der darauffolgende Einstieg konsequent, aber für mich auch willkommen. Nach ca. einem weiteren Jahr bei Interbrand mit vielen spannenden Projekten unterschiedlichster Art habe ich mich im Sommer 2019 dann dazu entschieden ein weiterführendes Masterstudium an der Lund University in Schweden zu absolvieren – eine Ambition, die ich schon vor dem Eintritt bei Interbrand hatte und mir glücklicherweise auch ermöglicht bzw. sogar unterstützt wurde. Im Rahmen dieses einjährigen Studiums konnte ich weiteres Wissen im Bereich Marketing & Brand Management erlangen und darüber hinaus vor allem noch einmal internationale Erfahrungen sammeln sowie viele neue Kulturen und Perspektiven auf unser globales Leben sowie Marken als Teil dessen kennenlernen. Nach meinem Abschluss an der Lund University bin ich dann im Sommer 2020 als Strategy Consultant zu Interbrand zurückgekehrt. Im Juli 2021 wurde ich dann wiederum zum Senior Consultant befördert und leite im Rahmen dieser Rolle einen der gegenwärtig größten Kunden Interbrands.

Wie bist Du zu Interbrand gekommen?
Auch aufgrund der Vergangenheit einer der Professorinnen/en der Brand University, bin ich schon in den ersten Semestern des Studiums mit dem Namen Interbrand in Kontakt gekommen. Durch das vielfach zitierte Best Global Brands Ranking von Interbrand, vielfache Nennungen in einigen Markenbüchern sowie einem engeren Kontakt mit der Arbeit von Interbrand im Rahmen eines vorherigen Praktikums, war mein Interesse dann letztlich voll und ganz geweckt und meine Bewerbung für ein Praktikum nur noch Formsache.

Was sind dort Deine Aufgaben?
Meine Arbeit in der gegenwärtigen Rolle als Senior Consultant teilt sich in drei Bestandteile auf: (1) Die strategische Beratung von Kunden zu zahlreichen und vielfältigen Themen – von der Analyse von Marken über die Positionierung von Marken bis hin zur Entwicklung von Namen oder Designs für Marken. (2) Die Führung und Betreuung unserer Kunden – von einzelnen Abteilungen bis hin zum C-Level einiger Unternehmen. (3) Das interne Projekt- und Teammanagement, welches von der Überwachung von Budgets über die persönliche Weiterentwicklung einzelner Teammitglieder ebenso abwechslungsreich ist. Darüber hinaus habe ich die Möglichkeit mit vielen anderen der globalen Offices von Interbrand am Interbrand-spezifischen Blick auf und Verständnis von Marken mitzuarbeiten.

Was ist das Beste an Deinem Job?
Die Kombination aus der Zusammenarbeit mit einigen der bekanntesten und wertvollsten Marken der Welt sowie der Diversität an Projekten, an denen man mitarbeiten kann bzw. darf. Kein Tag als Berater ist wie der Tag zuvor – es gibt immer viel zu entdecken, zu lernen und nicht selten auch die ein oder andere Überraschung.

Was fällt Dir als Erstes ein, wenn Du an die BU zurückdenkst?
Die familiäre Atmosphäre, die am gesamten Campus aber vor allem auch zwischen den Studierenden herrscht. Selbst einige Jahre nach dem Abschluss ist der Kontakt zu vielen Mitstudierenden aber auch Dozenten und Professorinnen/en weiterhin gegeben und zugleich sorgt es stets für Freude, wenn man im späteren Berufsleben immer wieder auf andere Brand University Mitstreiterinnen/er trifft.

Warum hattest Du Dich für die BU entschieden?
Für mich war bei der Wahl der passenden Universität von Anfang an das Gesamtpaket entscheidend. Das betraf sowohl harte Faktoren wie z.B. relevante Bildungsinhalte oder Professorinnen/en mit Praxisbezug als auch weichere Faktoren wie z.B. die schon angesprochene familiäre Atmosphäre aber auch der Standort in einer Stadt, in der ich gerne mein Leben verbringen möchte. Die Brand University hat da von Anfang an in der Auswahl ganz vorne mitgespielt.

Welche Erfahrung ist Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben?
Für mich ist es ganz klar die Praxisnähe – und zwar nicht nur in Bezug auf Praxisprojekte oder die praktischen Erfahrungen von Professorinnen/en. Sämtliche Inhalte, die an der Brand University den Lernalltag bestimmt haben, sind relevant und in der Praxis anwendbar – ein klarer Gegensatz zu den Erfahrungen, die ich im Rahmen meines Masterstudiums an einer klassischen Universität gesammelt habe, an der die Inhalte deutlich philosophischer und wissenschaftlicher geprägt sind und ein gewisses Vorwissen sowie praktische Erfahrung verlangen, um derer Bedeutung für die Praxis verstehen zu können. Zudem sind auch die Lernformate an der Brand University stark auf die Praxis bezogen – von den zahlreichen Kurzvorträgen, die es im Rahmen des Studiums zu bewältigen gilt, bis hin zu den unzähligen Praxisbeispielen, die Professorinnen/en immer wieder im Unterricht einbinden. Der Einstieg in den Beruf war für mich dadurch kein frustrierendes, sondern sehr ‚‚smoothes‘‘ Erlebnis.

Was rätst Du Studierenden, damit der Sprung in den Beruf direkt nach dem Studium klappt?
Aus meiner Sicht sind neben Kontakten (die immer helfen können, aber nicht die alleinige Lösung sind) vor allem drei Dinge entscheidend: Der Aufbau eines klaren persönlichen Profils im weit gefächerten Bereich von Markenmanagement und -kommunikation, die Sammlung passender Praxiserfahrung abseits des Studiums sowie das stetige Interesse für alles, was mit Marken zu tun hat – ganz gleich ob durch den Besuch von Ausstellungen wie den Red Dot Awards oder dem Lesen relevanter Newsletter/Blogs.

Was hast Du in Zukunft vor?
Langfristig würde ich gerne die ganzheitliche Verantwortung für eine Marke übernehmen, für die ich eine persönliche Passion habe – von der internen Strategieentwicklung bis hin zur externen Exekution des Marketings. Darüber hinaus würde ich gerne am inhaltlichen Fortschritt der Markendisziplin mitwirken – zum Beispiel im Rahmen eines Lehrauftrags an einer Universität oder Hochschule. Kurzfristig fokussiere ich mich vor allem darauf die richtigen Schritte zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, um meine langfristigen Ziele zu erreichen.

Hamburg ist für mich…
… eine echte Heimat geworden. Auch wenn ich schon vier Jahre nicht mehr in der Stadt wohne, habe ich hier weiterhin zahlreiche gute Freunde und bin nahezu monatlich in der Stadt zu Besuch.