Gastvortrag Rückblick: 5 Fragen an Henning Klimczak, Gründer von Sherpa Design

Henning Klimczak ist Absolvent der Design Factory International (DFI) und seit sieben Jahren Inhaber der Design-Agentur Sherpa.

Wie es dazu kam, dass er schon kurz nach dem Studium den Weg in die Selbstständigkeit wählte und welche Rolle Networking dabei spielte, erzählt er uns im Interview.

Brand University: Hallo Henning, erzähl mal, wie kam es dazu, dass Du Sherpa gegründet hast?

Henning Klimczak: Meine beiden Mitgründer und ich haben uns im Studium kennengelernt und schnell gemerkt, dass wir fachlich und menschlich gut zusammenpassen. Bei unseren kurzen Stationen in großen Agenturen haben wir schnell gemerkt, dass wir das auch selbst können und vor allem unsere eigenen Vorstellungen hatten. Direkt nach dem Studium stand für uns in Hinblick auf die Lebensumstände kaum etwas auf dem Spiel, sodass wir den Schritt zur Agenturgründung einfach gewagt haben. Angefangen hat alles mit Laptops im Wohnzimmer. Inzwischen sind wir ein Team aus 12 Leuten und wachsen weiter.

BU: Direkt vom Studium zur Selbstständigkeit, mit kaum Berufserfahrung. Was war für Euch die größte Herausforderung auf diesem Weg?

HK: Wir sind drei Designer, die vorher alle keine Erfahrung mit Finanzen, Kundenakquise oder Mitarbeiterführung hatten. Diese Themen brauchten am Anfang Zeit. Aber der direkte Start in die Selbstständigkeit hatte auch seine guten Seiten. Ohne Berufserfahrung konnten wir unvoreingenommen unsere eigene Arbeitskultur schaffen.

BU: Welche Rolle spielt das Thema „Marke“ bei Eurer Arbeit als Design-Agentur?

HK: Dieses Thema ist für uns absolut grundlegend und beschäftigt uns jeden Tag aufs Neue. Auf einem gesättigten Markt differenzieren sich Produkte nur noch über die Marke. Wir schauen zwar aus Design-Perspektive auf das Thema, aber letztendlich geht unsere Arbeit weit darüber hinaus. Wir entwickeln Marken, indem wir ihnen Werte und Haltungen geben, die sie einzigartig machen.

BU: Du bist Vorstandsmitglied im Marketing Club Hamburg. Inwiefern hilft so ein Netzwerk (schon früh) auf dem beruflichen Weg?

HK: Das Netzwerk des Marketing Clubs hat uns von Anfang an sehr geholfen. Wir haben darüber den Erfahrungsaustausch im Mentoring-Programm genossen, Mitarbeiter gefunden, Kooperationen mit anderen Dienstleistern geschlossen und sogar Kunden gewonnen. Das motiviert mich, nun selbst aktiv die Vereinsarbeit zu unterstützen.

BU: Welchen Ratschlag gibst Du unseren Studierenden, wenn sie früh in die Selbstständigkeit starten wollen?

HK: Das Wichtigste ist, dass man den Wunsch wirklich in sich trägt. Planlosigkeit sollte nie der Grund für eine Selbstständigkeit sein, denn sie fordert sehr viel Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. Ich würde so ein Projekt auch nicht alleine starten, denn Sparringspartner sind extrem wichtig.
Um Euch Mut zu machen: Es gibt viele Möglichkeiten, sich insbesondere am Anfang Unterstützung zu suchen. Zum Beispiel gibt es kostenfreie Angebote von der Handelskammer. Wichtig ist, den Austausch zu suchen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, die sich auch selbstständig gemacht haben. Auf diese Weise bekommt man wertvollen Rat.

Herzlichen Dank an Henning Klimczak, für den spannenden Einblick in den Weg zur eigenen Agentur!